Zuckerkonsum

Mittlerweile hat es sich rumgesprochen: Zu viel Zucker ist ungesund.
Das Thema findet Interesse in den Medien und Bücher wie: „Hoher Blutzucker“, „Garantiert gesundheitsgefährdend: wie uns die Zucker-Mafia krank macht“, „Pur-Weiss-Tödlich“ und „Zucker – der heimliche Killer“ sind wohl nicht nur aufgrund ihrer reisserischen Titel für viele Menschen lesenswert. Denn sie ahnen wohl, dass unser Ernährungsstil im Allgemeinen aus dem Gleichgewicht geraten ist. Coffee Shops und Bäckereien, sowie Eisdielen, Pizza und Pasta-Angebote sind jederzeit überall verfügbar und locken mit ihren süßen Leckereien. Oft essen Kinder eine Tüte Gummibärchen anstatt einer ausgewogenen Mahlzeit und trinken Fruchtsäfte oder Limonaden anstatt simplem aber gesundem Wasser. Fakt ist schlussendlich, dass wir Deutschen im Durchschnitt über 30 Kilogramm Zucker im Jahr zu uns nehmen (Stand 2011/12).

Geschäft mit der süßen Sucht

Aber mit Zucker lässt sich Geld verdienen, da er billig und ohne viel Aufwand zu produzieren ist und einen suchtähnlichen Effekt auf dessen Konsumenten hat. Der Genuss von Zucker regt im Gehirn die Produktion von natürlichen Opiat-ähnlichen Substanzen (Opioide ) an. Das Gehirn wird nach langanhaltender Zufuhr von Zucker von der stimulierenden Freisetzung seiner eigenen Opioide abhängig. Von Seiten der Nahrungsindustrie besteht also wenig Interesse, an unseren lieb gewonnenen Gewohnheiten etwas zu ändern, denn sie verdienen daran, weil wir uns immer mehr an Zucker gewöhnen.

Erhöhtes Krankheitsrisiko durch Zuckerkonsum

Eine Untersuchung der Harvard Medical School in Boston geht davon aus, dass Zucker sogar Krebs verursachen kann. Die Wissenschaftler vermuten, dass 30 Prozent der Krebsfälle in Europa und den USA durch weniger Zucker vermeidbar wären. Hingegen steht fest, dass 24 verschiedene Krebsarten besonders häufig bei Diabetikern auftreten. Darüber hinaus zeigen Forschungsergebnisse, dass Tumorzellen Zucker für ihr Wachstum benötigen. Der Arzt und Forscher Dr. Johannes Coy hat hierzu viele interessante Forschungsergebnisse vorzuweisen und wichtige Fakten zusammengetragen.

http://www.johannescoy.de/downloads/StudienDesDKFZ.pdf

http://www.johannescoy.de/downloads/2011_Ho_LowCarbohydrateHighProteinDiet_CanRes.pdf

Wie viel Zucker ist zuviel?

Ein Forscher-Team von der University of Utah in Salt Lake City (USA) wollte herausfinden, wie viel Zucker zu viel bedeutet. Sie testeten im Labor mit Mäusen in zwei verschiedenen Testgruppen und beobachteten deren Verhalten, Fortpflanzung und den allgemeinen Gesundheitszustand. Die eine Gruppe erhielt gewohnte Kost und die andere bekam zuckerhaltiges Futter. Die Lebensdauer der weiblichen Mäuse, die die zuckerhaltige Kost erhielten, war verkürzt und die Fruchtbarkeit deutlich eingeschränkt. Bei den Männchen derselben Testgruppe war die Lebensdauer zwar nicht deutlich verkürzt, aber dieFortpflanzung stark beeinträchtigt.

Besonders bemerkenswert ist, dass innerhalb dieser Studie die Tiere nicht, wie sonst üblich, mit völlig überzogenen und unrealistischen Mengen in ihrer Nahrung konfrontiert wurden. Die Tiere bekamen angemessene Portionen und Dosierungen. Denn die Forscher wollten vielmehr unseren tagtäglichen gewohnheitsmäßigen Zuckerkonsum simulieren. Das Ergebnis ihrer Beobachtungen ist erschreckend: „Zucker ist selbst in Dosen schädlich, die wir täglich zu uns nehmen und die bisher als harmlos galten“, erklärt der Studienkoordinator Dr. James Ruff.

In den unterschiedlichen Studien und Forschungszweigen finden sich also Hinweise darauf, dass etwas Grundsätzliches fehl läuft mit unserer heutigen Ernährungsform und unserem so lieb gewonnenen Zuckerkonsum. Aber wie bricht man nun aus, aus dem Strudel der süßen Gewohnheit, vielleicht sogar der Sucht nach Süßem?

Lies im nächsten Beitrag wie du Schritt für Schritt deinen Zuckerkonsum reduzieren kannst!

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