Liebe das Leben wie dich selbst

Der Januar steht bei vielen ganz unter dem Zeichen der Veränderung. Zuweilen fällt uns zum Jahresbeginn auf, womit wir unzufrieden sind und was alles anders werden soll. Doch der Wunsch nach Veränderung sollte nicht (ausschliesslich) auf Unzufriedenheit gründen. Veränderung muss nicht bedeuten, dass wir im gegenwärtigen Augenblick nicht gut genug sind und wir erst an uns herum schrauben müssen, um dann „richtig“ zu sein.

Liebe dein Leben

Das Leben ist vollkommen – und du bist es auch. Deshalb möchte ich nochmals eindringlich daran erinnern, dass es an dir nichts zu „korrigieren“ gibt. Der erste und wichtigste Schritt in Richtung echter Veränderung ist die Selbstannahme, die Selbstakzeptanz und darüber hinaus die Selbstliebe.

Wenn man über Selbstliebe nachdenkt oder gar spricht, muss man nicht gleich erröten, denn sie nur mit erogener Selbststimulation gleichzusetzen, wäre verkehrt. Die Selbstliebe meint auch nicht, zum nächstbesten Egoisten zu mutieren. Sondern es bedeutet vielmehr, gut für sich zu sorgen und das eigene Dasein zu lieben. Erst wenn es dir gut geht, kannst du anderen Menschen etwas geben. Du strahlst Lebensbejahung und Reichtum des Herzens aus und das macht dich schön und liebenswert. Liebe also dein Leben, denn vermutlich hast du nur dieses eine.

Selbstliebe

Vor ein paar Wochen hatte ich einen ziemlich seltsamen Traum. Eine männliche Stimme sagte aus weiter Entfernung eindringlich zu mir: „You are going to die“! Ich wachte zutiefst erschrocken auf. Nachdem ich aber die Unmittelbarkeit der Nachricht für mich entschärft hatte, stellte ich nüchtern fest: „Ja, das stimmt“. Der Mann hat Recht. Ich werde sterben. Irgendwann. Tag und Stunde kenne ich nicht. Aber Fakt ist, dass mein Leben endlich ist. Und deins auch. Dennoch machen wir Pläne für morgen oder übermorgen, die wir dann wiederum vertagen. Pläne zu schmieden, um dann aufzuschieben, was schon beschlossen war, um dann wieder neue Pläne zu machen…. so vergeht Woche um Woche, Monat um Monat, Jahr um Jahr.

Vielleicht haben wir auf diese Weise schon viel Zeit in der Vergangenheit vertan. Und deshalb möchte ich noch mal laut und stark darauf aufmerksam machen, dass auch du sterben wirst.

Nimm also ab jetzt Herz und Verstand an deine Hand und geh los. Es ist dein Leben. Dieses solltest du lieben und schätzen, genauso wie dich selbst. Denn das eine ist ja vom anderen nicht zu trennen. Es ist die eine Liebesbeziehung, die ein Leben lang (an)hält.

Veränderung beginnt mit dem Wagnis zu träumen

Wenn wir die Stufe der Angst (vor Veränderung) und die Eigentlich-Stufe („eigentlich könnte ich was verändern, aber“… du weisst selbst am besten wie diese Sätze enden) überwunden haben, können wir beginnen zu überlegen, welches Potenzial wir in diesem uns gegebenen Leben entfalten möchten.

Veränderung meint anstatt einer Korrektur eines vermeintlich unzulänglichen Zustands für mich vielmehr, zu wachsen und innerlich weiter und grösser zu werden. Die Voraussetzung hierfür ist es, träumen zu können beziehungsweise sich das Träumen (wieder) zu erlauben. Ganz frei nach dem Motto von Walt Disney: „If you can dream it – you can make it“ geben uns unsere Träume und Wünsche die Richtung vor, in die wir uns entfalten und entwickeln sollten. Die schönste Liebeserklärung an dein Leben ist das Anerkennen deiner Träume, Wünsche und Sehnsüchte. Liebe also deine Träume und liebe dein Leben.

Ein Hundertprozentiges Leben

Was braucht es also, um ein Leben erfüllt, zufrieden und glücklich – ja, hundertprozentig leben zu können? Wir müssen uns als grundlegende Basis von allem selbst lieben und anerkennen lernen. Und dann sind wir bereit, unsere Träume, Wünsche und Sehnsüchte zu erkennen und in unser Leben zu bringen.

Der ganz große Komiker Charlie Chaplin soll zu seinem 70. Geburtstag folgende Worte über das „sich selbst lieben“ geschrieben haben:

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann

Vertrauen

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschah, richtig ist. Von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, das nennt sich Vertrauen!

Selbstachtung

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif, noch der Mensch dazu bereit war und auch wenn ich selbst dieser Mensch war. Heute weiß ich, das nennt sich Selbstachtung!

Authentisch-Sein

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das nennt man Authentisch-Sein!

Reife

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man Reife!

Ehrlichkeit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwickeln. Heute mache ich nur, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man Ehrlichkeit!

Selbstliebe

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus, aber heute weiß ich, das ist Selbstliebe!

Einfach-Sein

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man Einfach-Sein!

Vollkommenheit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, immer weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo alles stattfindet. So lebe ich jeden Tag und nenne es Vollkommenheit!

Herzensweisheit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam mein Verstand einen wichtigen Partner, diese Verbindung nenne ich Herzensweisheit!

Das ist das Leben

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich, das ist das Leben.

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 (Ich habe leider keine eindeutigen Quellennachweise gefunden, die belegen, dass dieser Text tatsächlich von ihm stammt.)

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Ja, das ist das Leben. Besser hätte man es nicht zusammenfassen können. Ich kann nur noch ergänzen: Lebe leidenschaftlich – lebe hundertprozentig. Sei du selbst und vertraue darauf, dass alles seinen Weg finden wird, ohne dass du dabei passiv zu werden brauchst. Verbinde deinen scharfen Verstand mit deinem fühlenden Herz. Finde eine Balance zwischen der Vernunft und deinen Gefühlen. Beides will gewürdigt werden. Und sing dann das Lied deines Herzens, welches dir deine Träume zuflüstern.

Manchmal passieren Dinge, die wir nicht geplant haben. Wir müssen nicht alles kontrollieren, nur weil wir „erwachsen“ sind. Freude und Spontanität lassen uns lebendig werden und ist nicht nur etwas aus unsren Kindheitstagen. Bleib flexibel.

Fang an und lass dein Leben fliessen – wie ein Fluss hat das Leben nur eine Strömungsrichtung, bis es in den grossen, schier unendlichen Ozean mündet und sich darin aufzulösen scheint und dennoch nie verloren geht.

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