Umarmen. Loslassen. Weitergehen

Um wieder auf die Beine zu kommen, wenn man am sprichwörtlichen Boden ist, hat sich mir immer ein Drei-Schritt gezeigt. Man beginnt mit der Annahme. Dies ist die Basis für Veränderung. Ich bezeichne diesen ersten Vorgang auch gern als Umarmung. Wir umarmen uns & das Leben liebevoll – ohne „wenn und aber“. Und in dieser zärtlichen Zuwendung liegt der künftige Segen für das, was anders werden soll.

Wenn wir den Status Quo ausreichend gewürdigt und wir verstanden haben, warum die Dinge so sind, wie sie sind und es uns so geht, wie es uns geht (ohne dabei eine Verurteilung auszusprechen), dann sind wir bereit innerlich loszulassen. Um eine oben genannte Basis zu schaffen, um loslassen zu können, lies wenn du magst, zusätzlich die Artikel: „Wieder auf die Beine kommen“, „Annehmen, was ist“, „Alles darf sein“ und „Vertrauen“.

Feuer des Loslassens

Vielleicht gibt es alte Glaubenssätze, die ihre Gültigkeit verloren haben. Oder Gewohnheiten, die dir nicht mehr nützlich sind. Oder alte Erinnerungen, die es nicht mehr wert sind, erinnert zu werden. Lass sie allesamt gehen. Lege alles, was an Sinn und Wahrheit für dich verloren hat, auf einen inneren, imaginären Haufen und zünde ihn an! Betrachte die Glut des Feuers des Loslassens. Das Alte geht, wird nicht mehr gebraucht, wird zu Rauch, dann zu Asche. Innere Reinigung. Oder auch Seelen-Detox von mir genannt. Alles natürlich als rein imaginären Vorgang, versteht sich.

Den Schritt des Loslassens vollziehe in der für die Situation deines Lebens gebührenden Zeit. Lege den alten Menschen in dir ab und ziehe den neuen sprichwörtlich an (vgl. Neues Testament, Epheser 4,22 ff.)

Und dann steh auf. Geh weiter. Mache es anders. Ab jetzt.

Diese Schritte der inneren Annahme und der Reinigung geht man nicht einmalig. Sondern viele Male, immer wieder. Je öfters man sie geht, desto weniger aufwändig sind sie. Täglich beschäftigen wir uns mit der Ordnung unserer Haare (Frisur), warum nicht auch mit unserer Seele?!

Wenn das Loslassen noch nicht geht

Es gibt Erfahrungen oder Verletzungen im menschlichen Dasein, die wir vielleicht nicht so ohne weiteres vermögen loszulassen. Dann ist dies auch noch nicht an der Zeit. Bleibe in der Akzeptanz und der Annahme. Du wirst spüren, wann die Zeit reif ist, loszulassen und weiterzugehen.

Wenn du einen schweren Verlust erlitten hast, trauere angemessen. Wer mit sich und seiner Gefühlswelt verbunden ist, anstatt sich in Ablenkung zu flüchten und innerlich davon zu laufen, der hat dann Aussicht auf ein authentisches und auch glückliches, erfülltes Leben, wenn Trauer ausreichend gefühlt wurde.

Denn so wie im Herbst die Blätter fallen und sich das Leben vollkommen zurückzuziehen scheint, so ist doch auch selbst im tiefsten Winter der Frühling schon angelegt. Vertraue darauf. Hundertprozentig.

Du bist nicht allein, musst nicht allein damit sein. Wende dich an vertrauenswürdige Menschen deines Umfeldes. Seien es Freunde oder Familie oder auch ein professionell ausgebildeter Begleiter (Seelsorger/Seelsorgerin).

Wirklich weitermachen

Stell dir die Frage: wie wäre es, wenn es schön wäre? Und dann schau, was sich verändern muss, um aus diesem Konjunktiv, aus dem „Wäre“ Wirklichkeit werden zu lassen. Was brauchst du dazu? Je grösser dein Thema ist, umso kleinere Schritte plane ein. Auch hier bist du nicht allein.  Ein gut ausgebildeter Coach kann dich zum Beispiel darin unterstützen, dein Leben neu auszurichten.

Umarme dich – lass auch wieder los – und geh weiter. Immer wieder. Hundertprozent.

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Für meine liebe Schwiegermutter Doris. Du bist nicht allein in schwerer Zeit.

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