„Ich bin total unbeweglich!“

Dies ist die Aussage, die ich wohl am häufigsten höre, wenn ich mich mit Menschen unterhalte und erzähle, dass ich Yoga unterrichte. Vermutlich durch die vielen akrobatisch anmutenden Yoga Haltungen, die man überall bestaunen kann, hat sich die allgemeine Meinung gefestigt, dass man besonders beweglich sein muss, um Yoga ausüben zu können. Doch ich denke, das ist höchsten die halbe Wahrheit.

Vor allem, wenn du neu zum Yoga kommst, kann es sein, dass dir auffällt, wie schwer es dir fällt, im einfachen Schneidersitz auf dem Boden zu sitzen oder stehend die Finger zum Boden zu bringen. Doch ist es nicht so, dass du genau deshalb den Weg zu Yoga gesucht hast? Um genau diesen Zustand zu verbessern?

Und Hand aufs Herz und mal ganz ehrlich: bei jeder Sache, die wir neu beginnen, sei es eine neue Sportart, ein neues Hobby, das Spielen eines Musikinstruments oder das Erlernen einer uns unbekannten Sprache: jeder Anfang ist schwer. Doch wenn wir es schon könnten, wären wir dann hier?

In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne heißt es so poetisch. Ich persönlich liebe diesen Zauber. Ich spüre, welche Möglichkeiten da sind, wie viel Potenzial zum Wachsen und zur Veränderung vor mir liegen. Der Weg ist das Ziel.

Es sollte dich nicht entmutigen, wenn du feststellen solltest, dass du ein wenig oder vielleicht sogar total unbeweglich geworden bist. Ja! Geworden bist. Denn als Kind warst du bestimmt sehr viel geschmeidiger als jetzt. Und das bedeutet, dass du grundsätzlich die Fähigkeit in dir hast, wieder dorthin zu gelangen.

Vielleicht wirst du nicht in einem chinesischen Zirkus auftreten können nach deinem ersten Jahr Yoga. Aber ist das denn wirklich dein Ziel? Und ist es Ziel des Yoga, eine übermäßige Beweglichkeit zu entwickeln? Ich denke: auf keinen Fall!

Die Körperhaltungen im Yoga dienen meines Erachtens dazu, den Körper (und damit in gewisser Weise auch unsere Gedanken und Gefühle) in die Balance zurück zu führen. Ein gutes Gleichgewicht und eine Ausgewogenheit zwischen Beweglichkeit und Kraft. Dies ist sogar eines der Grundsätze in der Yoga Philosophie: denn Yoga Haltungen sollten sowohl stabil (kraftvoll) als auch leicht (einfach und geschmeidig) sein.

Was nützt es uns, wenn wir uns komplett Überstrecken können und dabei aber unsere Gelenke und Sehnen überbeanspruchen? Oder wir kräftemäßig fast ein Auto hochheben könnten, aber nicht mehr fähig sind, uns die Schnürsenkel im Stehen zuzubinden!

Ziel des Yoga ist auf der körperlichen Ebene ein gesunder, geschmeidiger, beweglicher und kraftvoller Körper. Ein Körper frei von Krankheit, Schmerz, Leid und Einschränkung. Denn all dies hindert uns daran, (innere) Freiheit zu entwickeln und unsere Gedanken auf das Wesentliche auszurichten.

Für manche Menschen ist es eine große Herausforderung, sich der eigenen Unbeweglichkeit zu stellen und für manche Menschen ist es die fehlende Kraft, mit der sie sich konfrontieren müssen. Erinnern wir uns: JEDER Anfang ist schwer. Doch gerade am Anfang können wir auch den meisten Fortschritt, die meiste Entwicklung und Verbesserung erleben. Und das ist höchst motivierend denke ich.

Niemand erwartet von dir, in deiner ersten Yoga Stunde ein Spagat zu können. Es kann sein, dass dich die ersten Yoga Stunden deines Lebens aus deiner Komfortzone heraus katapultieren. Aber ohne das: keine Veränderung.

Erinnern wir uns erneut: der Weg ist das Ziel.

Ich hoffe sehr, dass ich dich zumindest zum Nachdenken angeregt habe, solltest du meinen, zu unbeweglich für Yoga zu sein. Wie wäre es, wenn du es einfach ausprobierst?

Ich biete zum Beispiel regelmäßig Einsteiger Kurse an. Schau dazu bitte im Bereich Yoga Unterricht. https://onehundredpercentlife.com/yoga-schedule/

Und wie immer freue ich mich auf deine Kommentare. Vielleicht kannst du sogar von deinen positiven Veränderungen im Bereich Beweglichkeit durch regelmäßiges Yoga berichten? Ich freue mich von dir zu hören. Onehundredpercent.

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