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Eating

Mitte der 1970er Jahren geboren, bin ich direkt in die Low Fat-Kampagne hineingewachsen. In voller Überzeugung etwas gutes und gesundes für meinen Körper zu tun und außerdem äußerlich schlank und dem Body Mass Index entsprechend „normal“ zu sein, befolgte ich brav dieses Ernährungs-Dogma viele Jahre. Ich aß sehr fettarm, dafür mehr Kohlenhydrate. Außerdem übernahm ich die Ansichten der Yoga-Welt, sich zumindest vegetarisch, wenn nicht gar vegan zu ernähren. Ich ließ viele Lebensmittel aus vermeintlich ethischen Gründen weg. Kaum Eier, nur zwei- bis dreimal pro Jahr Fisch oder Fleisch. Statt Milchprodukte wählte ich oft Soja und Co, auch wenn ich mich danach fühlte wie ein Luftballon. Das Einzige, was ich durchweg immer mehr aß, waren Getreideprodukte, die ich unverfänglich und auch als unkompliziert empfand, sind sie doch immer und überall leicht verfügbar. Ich hielt mein Gewicht über nahezu zehn Jahre, wägte mich damit auf der richtigen Seite, musste mir aber irgendwann eingestehen, dass es mir nicht gut ging. Meine Haut wurde immer schlechter, mein Magen rebellierte und die Verdauung war auch alles andere als „normal“. Mein Hormonhaushalt war nicht in Ordnung und ich litt dadurch an starken Regelschmerzen und übermäßigen Blutungen. Ich fühlte mich schlapp, immer müde, nach manchen Mahlzeiten sogar kaum noch handlungsfähig, so erschöpft war ich nach dem Essen. Außerdem fror ich praktisch immer! Egal ob Sommer oder Winter.
Trotz vielem körperlichen Trainings war mein Körper zu „weich“, ohne die Festigkeit, die Muskeln normalerweise bieten. Immer wieder hatte ich im Verdacht, bestimmte Getreide, Kuhmilch- und Sojaprodukte nicht zu vertragen. Aber ich verließ mich unter anderem aus Bequemlichkeit nicht auf meinen Instinkt.

Eines Tages, nachdem ich mal wieder mehrere Nächte mit Magenschmerzen (eine chronische Magenschleimhautentzündung, Ursache „ungeklärt“) und Schlafproblemen gekämpft hatte, fiel mir durch Zufall ein Buch namens „Paleo Lifestyle“ in die Hände. Ich habe es verschlungen und danach weitere Bücher und Blogs rund um dieses Thema studiert. Ich fand Bestätigung, dass Getreide für den Menschen problematisch sein können. Ich forschte weiter, erinnerte mich an einen vor Jahren aufgestellten und dann wieder verworfenen Verdacht einer Glutenunverträglichkeit. Für mich wurde es immer klarer: ich probiere einfach aus, was mir gut tut und was nicht! Auf diesem Weg befinde ich mich noch immer und es wird sicherlich noch eine ordentliche Wegstrecke sein bis zum „Ziel“.

Dieses Blog soll nicht dazu dienen zu missionieren, damit du zu einer bestimmten Ernährung findest, die ich als die einzig Wahre hier verkünde. Im Gegensatz zu vielen anderen, die über das Thema Essen und Ernährung schreiben, bin ich der festen Überzeugung, dass gesunde Ernährung individuell sehr unterschiedlich aussehen kann. Die schlechte Nachricht also: hier wird keine allgemein gültige Endlösung präsentiert. Ich lade dich aber ein, zu forschen und zu probieren, was dir gut tut. Und auch wieder zu geniessen. Denn durch all die vielen Dogmen und selbst ernannten Ernährungs-Gurus ist uns doch der echte Appetit irgendwie abhanden gekommen, oder?

Seit meiner Kindheit beschäftigt mich die Frage nach dem „richtigen“ Essen. Leider habe ich den besagten „Stein der Weisen“ bislang nicht gefunden, denn ich bin eigentlich zutiefst davon überzeugt, dass es die Ernährung, die für alle gesund ist und dazu noch unseren Planeten rettet, nicht gibt. Je nach Belastung, Krankheit oder Gesundheit, körperlicher Statur, Alter und Geschlecht können die Empfehlungen deutlich voneinander differieren.

Ich kann aber auf einige Jahrzehnte Erfahrungen, Beobachtungen und Studien zurückblicken. Und mein Forscher-Geist ist noch lange nicht müde. Ich freue mich darauf, auch von deinen Erfahrungen zu lesen!

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