Alles darf sein

Wie ich im letzten Artikel „Annehmen, was ist“ schon angekündigt habe, geht es heute darum, eine praktische Übungs-Möglichkeit vorzustellen und anzubieten, die uns dabei hilft, immer wieder im Hier und Jetzt anzukommen und alles zu akzeptieren und zu respektieren, was gerade in unserem Leben (los) ist.

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Entspannt Yoga uns?

Manchmal lese ich, dass gerade im Westen Yoga immer mehr zum Sport verkommt. Ist diese Befürchtung gerechtfertigt? Und was meine ich mit im Westen?

Ursprünglich kommt Yoga als spiritueller Weg der Selbsterfahrung aus Indien. Es hat dort seine traditionellen Wurzeln und wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts bei uns in Europa und in den USA durch ein paar (indische) Gurus importiert. Hier wurde es von einigen Pionieren angenommen und weitergegeben.

Viele Jahre galt Yoga als esoterisch, etwas für spirituelle Freaks und Wollsocken-Träger. Mittlerweile hat Yoga aber den Mainstream längst erreicht. Und die Vermarktung ist rund um den Globus auf vollen Touren. Überall wird geturnt, was das Zeug hält und vom ursprünglichen, spirituellen Weg des Yogas scheint nicht mehr viel übrig zu sein ausser ein paar indische Alibi-Gottheiten als Accessoire für das Studio Ambiente.

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ungesundes Essen weg trainieren

Am Anfang meiner Zwanziger habe ich mich phasenweise ziemlich ungesund verhalten. Süßigkeiten waren oft mein zweiter Vorname. Und wann immer ich mich nicht ausgefüllt gefühlt habe, füllte ich mich mit Süßem. Da ich aber wiederum nicht total dick werden wollte, versuchte ich mit langen, anstrengenden Ausdauer-Trainingseinheiten mein ungesundes Verhalten auszugleichen. Schliesslich wusste ich, dass man mit einer Stunde joggen je nach Tempo bis zu 500/600 Kalorien verbrennen kann und eine Tafel Schokolade wäre dann wieder „weg“ gewesen. So verhielt ich mich eine ganze Zeit lang, ahnte aber damals schon, dass diese Rechnung nicht ganz aufgeht..

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