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Jugendträume 1

Seit meinem Unfall im letzten Monat habe ich mich ernsthaft und immer wieder gefragt, was ich denn eigentlich in meinem Leben schon immer mal machen wollte und bislang immer wieder „vertagt“ habe. Nach und nach erinnere ich mich nun an Einiges, was ich gern noch lernen, erleben und erreichen möchte. Durch mein Erlebnis weiß ich, dass man gegebenenfalls nicht ewig Zeit hat, dies alles immer wieder zu verschieben…

Einer meiner großen Jugendträume war es immer, Surfen zu lernen. Als Kind und Jugendliche habe ich es mir aus verschiedenen Gründen nicht zugetraut, war zu schüchtern, konnte es mir in der Gesellschaft mit den anderen Surf-Jugendlichen nicht vorstellen.. Falsche Scham und Zurückhaltung hielten mich davon ab.

Aber das Leben kann vielleicht eher enden als wir das planen und ich meine, wir sollten uns nicht von vermeintlich empfundenen Schwächen und Unvollkommenheiten davon abhalten lassen, die Dinge zu tun, die wir gern tun möchten.

Aus diesem Grund meldete ich mich kurzerhand zu einem Surf-Schnupperkurs an. Er fand letztes Wochenende statt. Das Wetter war warm und angenehm sonnig und nichts sollte mich mehr davon abhalten, es einfach mal zu probieren, das Windsurfen..

Und es war prima! Eine total nette Truppe unterschiedlicher Menschen, die genauso wie ich das Surfen mal ausprobieren oder lernen wollten.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Teilnehmer machten wir uns mit den nötigen Surf-Utensilien vertraut, „bauten“ Brett und Segel zusammen und nach ein paar Trockenübungen am Strand ging es dann auch schon ins beziehungsweise aufs Wasser.

Ich hatte keine großen Erwartungen an mich, die mich unter Druck setzten, denn ich war ja einfach dort, um es mal auszuprobieren und Spass daran zu haben. Umso mehr freute ich mich, als ich feststellte, wie leicht mir die Anfänge auf dem Brett, welches für manche die Welt bedeutet, fielen.

Ich hatte einfach ein paar tolle Stunden am Berliner Wannsee mit netten, offenen Menschen. Keine ach so „coolen“ Surf-Typen und Mädels, vor denen ich in der Jugend Angst hatte, sie würden mich ausgrenzen und doof finden.

Auch unser Trainer war super nett. Es hat einfach Spass gemacht und Lust auf mehr geweckt… Weshalb ich mich gleich zum Grundkurs für nächste Woche angemeldet habe… Drück mir die Daumen, dass es ordentlich Wind für mein Segel gibt.

Hast  auch du versteckte Wünsche, Träume und Ziele, die du noch erreichen willst?

Vielleicht magst du dir eine Liste der Dinge anlegen, die du (noch) erleben möchtest? Und sie dann nach und nach zum Leben erwecken. Aber nicht zu viel Aufschieberitis!  😉 Das Leben ist immer nur jetzt. Und das hundertprozentig.

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Hier die Website zur wirklich sehr netten Wassersportschule Berlin: http://www.wassersportcenter-berlin.de

  1. Das Gute im Schlechten!
    Einschneidende Erlebnisse können die Erfüllung echter Herzenswünsche nach sich ziehen. Das ist auch meine Erfahtung.
    Als ich vor gut 20 Jahren einen sehr bösartigen Krebs mit Chemotherapie und allem Drum und Dran überlebt hatte, spendierte ich mir regelmäßige Gesangsstunden. Dafür Geld auszugeben, wäre vorher unvorstellbar gewesen. Dabei herausgekommen sind echte bleibende Ressourcen: kraftvolle Stimme, aufrechter Gang.
    Das Gute im Schlechten eben.

    Mai 27, 2016
    • Ja, genauso ist es. Die vermeintlich schlechten oder negativen Ereignisse haben auch immer eine positive Seite oder zumindest eine Seite, aus der wir sehr viel lernen können…. Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen so offen und ehrlich teilst. Umso mehr freue ich mich auch, dass es dir jetzt gut zu gehen scheint nach dieser erschreckenden Diagnose vor 20 Jahren. Weiter so!

      Mai 30, 2016
  2. dobamoblog.wordpress.com #

    Tolle Entscheidung…das wird ganz sicher ein Sommer wie aus dem Bilderbuch 🙂

    Mai 27, 2016

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